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Innovation

April 24, 2026 by aehlers Leave a Comment

Die Energiewende in Deutschland ist kein isoliertes Umweltprojekt, sondern ein zentrales Infrastruktur- und Souveränitätsvorhaben. Sie verbindet Fragen der Versorgungssicherheit, der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und der digitalen Transformation. Die geopolitischen Risiken globaler Energieabhängigkeiten – etwa sichtbar an strategischen Engstellen wie der Straße von Hormus – unterstreichen die Notwendigkeit, jetzt endlich die Energieversorgung resilient, regional abgesichert und technologisch anschlussfähig zu gestalten.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Energiewende eine neue Dimension: Sie ist nicht nur klimapolitisch geboten, sondern industrie- und sicherheitspolitisch zwingend.

1. Rechtlicher Rahmen: Stabilität und Verbindlichkeit

Die rechtliche Architektur der Energiewende ist weiterhin klar und verbindlich. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) definiert Ausbauziele für erneuerbare Energien, während das Klimaschutzgesetz (KSG) sektorale Emissionsziele und den Pfad zur Klimaneutralität vorgibt. Ergänzend stellt das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) die Funktionsfähigkeit der Energieversorgung sicher. Auch auf europäischer Ebene bestehen mit der EU Renewable Energy Directive klare Vorgaben zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien.

Ein grundlegender politischer oder rechtlicher Bruch mit diesen Zielsetzungen ist derzeit entgegen ideologischer Hysterie nicht erkennbar. Die Diskussion über ein vermeintliches Abweichen vom Energiewendepfad ist daher vor allem politisch geprägt und weniger durch tatsächliche Änderungen im Normgefüge begründet.

2. Umsetzung als Engpass: Recht vorhanden, Tempo fehlt

Die eigentliche Herausforderung liegt im Vollzug. Planungs- und Genehmigungsverfahren sind weiterhin komplex und langwierig. Der Ausbau der Netzinfrastruktur hält nicht Schritt mit der Dynamik erneuerbarer Erzeugungskapazitäten. Konflikte zwischen unterschiedlichen Rechtsgütern – insbesondere zwischen Eigentumsschutz, Umweltbelangen und Planungshoheit – führen zu Verzögerungen.

Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgericht bestätigt die Notwendigkeit sorgfältiger Abwägungsprozesse, eröffnet aber zugleich Spielräume für Beschleunigung. Daraus ergibt sich zunehmend die Frage, ob eine ineffiziente Verfahrensgestaltung nicht selbst zu einem rechtlichen Problem wird, wenn sie die Erreichung gesetzlich definierter Ziele gefährdet.

3. Politische Kontroverse und tatsächliche Entwicklung

Die öffentliche Debatte über eine vermeintliche Abkehr von der Energiewende ist wesentlich durch politische Zuspitzung geprägt. Einzelne Maßnahmen zur Sicherstellung der Energieversorgung, etwa im Bereich konventioneller Reservekapazitäten oder bei der Diskussion über Energiepreise für die Industrie, werden teilweise als Indizien für einen Kurswechsel interpretiert.

Bei näherer Betrachtung handelt es sich jedoch um instrumentelle Anpassungen innerhalb eines fortgeltenden Zielsystems. Die Energiepolitik bewegt sich damit in einem Spannungsfeld zwischen Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz. Diese Trias ist rechtlich angelegt und politisch zu moderieren. Eine grundlegende Abkehr vom Transformationsziel ist darin nicht zu erkennen.

4. Energie und KI: Infrastruktur der nächsten Generation

Die Bedeutung der Energiewende wird durch die digitale Transformation zusätzlich verstärkt. Der Betrieb von Rechenzentren, Cloud-Infrastrukturen und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz ist energieintensiv und erfordert eine stabile, skalierbare Versorgung.

AI – made in Germany: Die Schwarz Gruppe zeigt mit ihrer Digitalsparte Schwarz Digits exemplarisch, wie sich Energie- und Digitalinfrastruktur verschränken. Der Aufbau eigener Cloud- und KI-Systeme verfolgt das Ziel, europäische Alternativen zu globalen Plattformanbietern zu schaffen und gleichzeitig Anforderungen an Datenschutz und Datensouveränität zu erfüllen.

Diese Entwicklung macht deutlich: Energiepolitik ist zugleich Digitalpolitik. Ohne ausreichende Energieversorgung lassen sich weder industrielle Prozesse noch datengetriebene Geschäftsmodelle zukunftsfähig gestalten.

5. Ostdeutschland als strategischer Raum

Ostdeutschland verfügt über besondere strukturelle Voraussetzungen für die Energiewende:

große verfügbare Flächen für erneuerbare Energien
etablierte industrielle Strukturen
Potenziale für die Wasserstoffwirtschaft
vorhandene und ausbaufähige Netzinfrastruktur

Diese Faktoren ermöglichen eine integrierte Entwicklung von Energieerzeugung, industrieller Wertschöpfung und digitaler Infrastruktur. Ostdeutschland kann damit nicht nur Teil der Energiewende sein, sondern zu einem ihrer zentralen Träger werden.
Voraussetzung ist jedoch, dass eine solche wirtschaftspolitische Strategie beschrieben, gewollt und zielgerichtet als Projektaufgabe verfolgt und umgesetzt wird. Bestehende rechtliche Instrumente müssen dafür konsequent genutzt und Verfahren tatsächlich beschleunigt werden. Andernfalls droht ein Verlust von Investitionen und Standortvorteilen.

6. Rolle von Mittelstand und Unternehmertum

Der Mittelstand nimmt eine Schlüsselrolle ein. Unternehmen entwickeln Projekte, investieren in Infrastruktur und treiben Innovationen voran. Sie sind bereit, Risiken zu übernehmen und Wertschöpfung zu generieren. Voraussetzung hierfür sind jedoch verlässliche Rahmenbedingungen und effiziente Verfahren. Die Energiewende kann nur gelingen, wenn staatliche Steuerung und unternehmerisches Handeln ineinandergreifen.

7. Summarischer Zwischenstand

Die Energiewende in Deutschland ist rechtlich verankert und politisch fortgesetzt. Ein grundlegender Kurswechsel ist nicht festzustellen. Die zentrale Herausforderung liegt in der Umsetzung und Beschleunigung der bestehenden Prozesse.

Gleichzeitig erweitert sich die Bedeutung der Energiewende durch die Anforderungen der digitalen Transformation. Energieversorgung und KI-Infrastruktur untrennbar miteinander verbunden sind.

Ostdeutschland verfügt über die strukturellen Voraussetzungen, um in diesem Transformationsprozess eine zentrale Rolle einzunehmen und bietet die Chance, diese Potenziale zu bündeln und konkrete Lösungsansätze zu entwickeln.

Die Energiewende ist damit nicht nur ein Projekt der Transformation, sondern ein Projekt der Entscheidung. Entscheidend ist, ob es gelingt, die bestehenden rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten konsequent zu nutzen und in konkrete Umsetzung zu überführen.

Filed Under: AI, Governance and Leadership, Haltung, Klimawandel, Lebensqualität, Transformation, Wissensgesellschaft Tagged With: Innovation, Strategie

Juli 8, 2022 by aehlers

Einhörner und die sog. klassische Industrie

Headquarter gibt´s nicht in den Neuen Ländern? Wie kann man das verstehen? Klassisch hat ein Unternehmen seinen Sitz, die Hauptverwaltung an dem Ort, wo es seine Dienst – oder Werkleistungen anbietet oder herstellt. Jüngst hatte ich wieder einige Termine in meiner alten Heimat Hannover, Partnerstadt von Leipzig. Die immer unterschätzte Stadt Hannover steht beispielhaft für eine Stadt, in der wesentliche Industrie (Conti AG) Finanz (MLP u.a.)- Reise(TUI AG, vormals Preussag)- Energie (PreussenElektra GmbH, enercity) und Versicherungsunternehmen (Talanx AG, Hannover Rück u.v.a.) ihren Hauptsitz haben. Solche Ansiedlungen, die in der niedersächsischen Landeshauptstadt schon immer unaufgeregt, wie die gesamte lebenswerte Stadt selbst, stattgefunden haben, prägen eine Stadt und lassen ihr großen gemeinsam Gestaltungsraum; sie fehlen in den Neuen Bundesländern. Das ist einfach zu erklären, findet doch die marktwirtschaftlich gestaltete Innovationskraft erst seit 1990 statt; wenig Zeit in der ganzheitlichen Transformation einer ganzen Gesellschaft saturiertes gewachsenes Eigenkapital durch stetiges Wachstum und gediegenes Kapital anschaffen zu können.

Umso wichtiger sind die neuen Unternehmen, seien es junge klassische Gründungen oder die sogenannten Start up. Die Dienstleistung von Unternehmen der New Economy scheinen world wide im web sozusagen “ frei schwebend“ zu funktionieren. Corona oder andere Störfeuer, die die erlernte Arbeit im immobilen Büro erschwert bis unmöglich gemacht haben, scheinen all diese Unternehmen nicht zu tangieren. Oder gerade diese hatten bereits vorher spannende Lösungen zur Kommunikation entwickelt und standardisiert.

Sächsisches Einhorn

So ist die Entwicklung der Staffbase AG (www.staffbase.com) aus Chemnitz, ein Anbieter für interne Mitarbeiterkommunikationslösungen, bezeichnend, nicht selbstverständlich und atemberaubend. In nicht einmal sieben Jahren hat es das Team um Dr. Martin Böhringer, dem CEO der Firma, geschafft, eine Marktbewertung von über eine Milliarde Euro zu erlangen.

Das Unternehmen zählt damit zu den wenigen Unicorns/Einhörnern – so bezeichnet man Unternehmen, die mit über einer Milliarde bewertet werden – in Deutschland und dem einzigen mit Sitz in Sachsen. Für diese Erfolgsgeschichte wurde Staffbase in diesem Jahr zu Sachsens Unternehmer des Jahres ausgezeichnet

Dr. Martin Böhringen stellte im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Unternehmerverbandes Sachsen e.V. in Chemnitz unter dem von EUREOS ins Leben gerufenen „Chemnitz im Dialog“ in seinem kurzweiligen Vortrag die rasante Entwicklung des Unternehmens dar, sprach über die zukünftigen Pläne, zeigte die Grundzüge der unterschiedlichen Finanzierungsphasen von Start-up-Unternehmen. Eine spannender Impuls und ein Beweis, der Erfindergeist der Sachsen macht auch vor innovativen Software-Lösungen nicht halt.

Filed Under: Uncategorized Tagged With: Consulting, Einhorn, Innovation, Kommunikation, Leadership, legal tech, Mitarbeitervernetzung, Stadtentwicklung, Start up

Oktober 11, 2021 by aehlers

Transformation im Diskurs
Transformation im Diskurs

Wirtschaftsminister Brandenburg, Prof. Jörg Steinbach zur Wasserstoff Wirtschaft „Hype oder Chance“

http://ostdeutsches Energieforum 2021

Transformation und die Idee, diese Mammutaufgabe der Energiewende bildlich darzustellen, hat uns, den ausrichtenden Unternehmerverband Sachsen e.V., in die Halle 14 der Baumwollspinnerei gebracht. „From Cotton to Culture“ ist der Prozess, der die alte große Fabrik in den letzten 30 Jahren ausgemacht hat.

Den Unternehmerverband Sachsen e.V. gibt es auch seit 30 Jahren, eine Notwendigkeit der Gründerunternehmer, sich gemeinsam am neuen Markt – durchaus auch gegen die Treuhandanstalt – zu behaupten. Nicht erst jetzt erheben die ostdeutschen Unternehmerverbände für die neuen Energieformen und Möglichkeiten erneut gemeinsam ihre Stimme; mit Dank und Freude konnten wir das in einer Gesamtkonzeption erarbeiten und moderieren.

Nun zum 10. Mal das OEF an anderem Ort; bunter, jünger, komplexer, notwendiger denn je. Mit den wesentlichen Themen, die die gesamtdeutsche Politik zu den anstehenden Themen der Koalitionsverhandlungen wesentlich interessieren müssen! https://youtu.be/7f6uAlJ8RJM Wie twitterte unser MP Michael Kretschmer „der Hotspot der Energiewende“. Diese Herausforderung nehmen wir gerne an.

Wir haben in den letzten zehn Jahren viel geschafft: Angleichung der Netzentgelte, Artikulierung der Interessen des ostdeutschen Mittelstands, Austausch zwischen Politik, Energiewirtschaft und Wissenschaft! Der Diskurs muss aber weitergehen und im Jahr der Bundestagswahl wollen wir erneut die Weichen stellen. Die Transformationserfahrungen der Nachwendezeit verschaffen Ostdeutschland einen Vorteil. Wir bleiben dran!

Filed Under: Governance and Leadership, Management by doing, Stadtentwicklung Tagged With: Energiewende, Innovation, Stadtentwicklung, Stadtpolitik, Transformation, Verantwortung

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